Ingenieurbüro Dr.-Ing. R.-J. Gebler GmbH

Wegweisende Projekte

Übersicht - Planung Sohlengleite
Sohlengleite nach Fertigstellung

Neubau einer Sohlengleite an der Nette bei Miesenheim (DE)

Oberhalb von Miesenheim befindet sich in der Nette das ca. 1,90 m hohe Wehr der Nettemühle. Das Bauwerk war für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwinden und verhinderte somit den natürlichen Austausch der Gewässerfauna innerhalb der Nette. Im Auftrag der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wurde die ökologische Durchgängigkeit durch eine möglichst naturnahe Umgestaltung der Wehranlage wiederhergestellt.

Aufgrund vorhandener Wasserrechte und einer innerhalb der Wehranlage verlaufenden Abwasserleitung konnte diese nicht zurückgebaut werden. Zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit erfolgte an der Wehranlage selbst daher nur ein kleiner Eingriff. Damit die gesamte Gewässerfauna den vorhandenen Höhenunterschied überwinden kann, ist an die Wehranlage eine naturnahe Sohlengleite angeschlossen worden.

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Bahnhofsstraße 9
56068 Koblenz

  • Mindestwasserstudie
  • Vorplanung / Variantenstudie
  • Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung
  • Ausschreibung
  • Bauüberwachung / Abrechnung

M. Eng. Martin Gerschitzka

Konzept der Sohlengleite:

Der zu überwindende Höhenunterschied wird in Stufen von durchschnittlich 15 cm abgebaut. Die einzelnen Stufen werden durch Querriegel gebildet, die aus hochkant gesetzten Blocksteinen bestehen. Innerhalb der Riegelreihe wird eine genau definierte Lücke freigelassen, die auf die größte zu erwartende Fischart (Atlantischen Lachs) angepasst ist. 

Zwischen den Riegelreihen werden kleinere Blocksteine dicht an dicht gesetzt. Dadurch entsteht ein stabiles Steingerüst, in dem die Riegelsteine eingebunden sind und eine Auskolkung der Sohle unterbunden wird. Am Fuß des Bauwerks wird eine Nachbettsicherung ausgebildet. 

Erzielte Ergebnisse

Das Grundelement des Fischaufstieges bildet eine Niedrigwasserrinne in der Mitte der Sohlengleite. In diesem ca. 3,5 bis 5,0 m breiten Bereich wird die Gerinnesohle niedriger eingebaut, sodass Wassertiefen von ca. 80 cm eingehalten werden. Die Strömungsverhältnisse sind dabei so gewählt, dass alle heimischen Fische und auch andere im Wasser lebende Organismen das Bauwerk überwinden können.

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