Copyright © 2010 by "Ingenieurbüro Dr.-Ing. R.-J. Gebler GmbH"   •   All Rights reserved   •    designed by bpe-ernst
Ingenieurbüro
Dr.-Ing. Rolf-Jürgen Gebler GmbH
Umgestaltung der Wehranlage der Nettemühle an der Nette
Auftraggeber:



Vom Ing.-Büro Dr. Gebler
ausgeführte Arbeiten:



Wehranlage der Nettemühle mit ihren drei Wehrstufen vor der Umgestaltung. Innerhalb der zweiten Wehrstufe quert eine Abwasserleitung die Nette.
Setzen der ersten Blocksteine unterhalb der Wehranlage
Das Setzen der Blocksteine ist nahezu abgeschlossen. Da das Einstreuen mit feinerem Steinmaterial noch aussteht, fließt noch ein großer Abflussanteil durch die Spalte zwischen den Blocksteinen, wodurch die Becken der Niedrigwasserrinne noch nicht ausreichend eingestaut werden.
Blick auf die obersten beiden Betonstufen der Wehranlage vor der Detailgestaltung zum Anschluss der Sohlengleite an die Wehranlage.
Die erste Wehrstufe wurde auf die Höhe der zweiten Stufe abgebrochen, um nach Fertigstellung der Sohlengleite bei gleichem Stauziel eine ausreichende Wassertiefe für große Fische zu gewährleisten.
Für sohlorientierte Fische und Kleintiere wird die Durchgängigkeit an den Seitenrändern des Wehres ermöglicht. Auf der dritten Wehrstufe wurden Blocksteine zu den Seiten hin ansteigend gesetzt und auf der Betonoberfläche der 1. + 2. Wehrstufe eine kiesige Sohle aufgebracht.
Blick von Unterwasser auf die fertiggestellte Sohlengleite.
Blick von einem der oberen Querriegel in Richtung Unterwasser.
Abmessungen der Sohlengleite
Länge Bauwerk: ca. 65 m
Maximale Breite: 20 m
Höhenunterschied gesamt: 1,90 m
Anzahl der Riegel: 13 Stück
Neigung: 1:27
Wasserspiegelunterschied je Becken: 0,15 m
Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Bahnhofsstraße 9
56068 Koblenz

- Planung
- Ausschreibung
- Bauüberwachung / Abrechnung



Oberhalb von Miesenheim befindet sich in der Nette das ca. 1,90 m hohe Wehr der Nettemühle. Das Bauwerk ist für die gesamte Gewässerfauna nicht zu überwinden und verhindert somit den natürlichen Austausch der Gewässerfauna innerhalb der Nette. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz beabsichtigt die ökologische Durchgängigkeit durch eine möglichst naturnahe Umgestaltung der Wehranlage wiederherzustellen.

Aufgrund vorhandener Wasserrechte und einer innerhalb der Wehranlage verlaufenden Abwasserleitung, kann diese nicht zurückgebaut werden. Zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit erfolgt an der Wehranlage selbst daher nur ein kleiner Eingriff. Damit die gesamte Gewässerfauna den vorhandenen Höhenunterschied überwinden kann, wird an die Wehranlage eine naturnahe Sohlengleite angeschlossen.

Der zu überwindende Höhenunterschied wird in Stufen von durchschnittlich 15 cm abgebaut. Die einzelnen Stufen werden durch Querriegel gebildet, die aus hochkant gesetzten Blocksteinen bestehen. Innerhalb der Riegelreihe wird eine genau definierte Lücke freigelassen, die auf die größte zu erwartende Fischart (Atlantischen Lachs) angepasst ist.  

Zwischen den Riegelreihen werden kleinere Blocksteine dicht an dicht gesetzt. Dadurch entsteht ein stabiles Steingerüst, in dem die Riegelsteine eingebunden sind und eine Auskolkung der Sohle unterbunden wird. Am Fuß des Bauwerks wird eine Nachbettsicherung ausgebildet. 

Das Grundelement des Fischaufstieges bildet eine Niedrigwasserrinne in der Mitte der Sohlengleite. In diesem ca. 3,5 bis 5,0 m breiten Bereich wird die Gerinnesohle niedriger eingebaut, sodass Wassertiefen von ca. 80 cm eingehalten werden. Die Strömungsverhältnisse sind dabei so gewählt, dass alle heimischen Fische und auch andere im Wasser lebende Organismen das Bauwerk überwinden können.
Übersicht